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BP Gründet Fonds über 20 Mrd. US-Dollar
BP gründet Fonds über 20 Mrd. US-Dollar zur Schadensbegleichung nach Deepwater Horizon-Unglück im Golf von Mexiko und erläutert Entscheidung zur Dividendenzahlung.

BP, we want our beach back.
Nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama hat das Board der BP heute bekannt gegeben, dass es mit der Regierung ein Massnahmenpaket abgestimmt hat, um als einer der Verantwortlichen den aus dem Deepwater Horizon-Unglück resultierenden Verpflichtungen gerecht zu werden…Chairman Carl-Henric Svanberg erläuterte: "Wir danken dem Präsidenten und seinen hochrangigen Beratern für das konstruktive Treffen und sind zuversichtlich, dass die heute erzielte Vereinbarung nicht nur den betroffenen Bürgern an der Golfküste hilft, sondern auch BP und ihren Aktionären grössere Klarheit verschafft. Wir nehmen erfreut zur Kenntnis, dass die US-Administration anerkennt, welch starkes Unternehmen BP ist, und dass die Administration kein Interesse daran hat, die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu unterminieren. Die heute getroffene Vereinbarung ist ein sehr bedeutender Schritt, um die von uns gegebene Zusage zur Einhaltung unserer Verpflichtungen zu verdeutlichen und nochmals zu bekräftigen…."
Die Vereinbarung sieht vor, einen Fonds über 20 Mrd. US-Dollar zur Beseitigung der Schäden über die nächsten 3,5 Jahre einzurichten, der u.a. folgende Elemente umfasst:
– BP wird dabei zunächst Zahlungen in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar im dritten Quartal 2010 und 2 Mrd. US-Dollar im vierten Quartal 2010 leisten. Anschliessend wird der Fonds jedes Vierteljahr mit weiteren 1,25 Mrd. US-Dollar ausgestattet, bis die Gesamtsumme von 20 Mrd. US-Dollar erreicht ist…
– Die Mittel dieses Fonds sind dafür vorgesehen, rechtmässige Schadensersatzforderungen zu begleichen, dazu zählen auch Umweltschäden sowie an die betroffenen US-Staaten bzw. die US-Regierung zu zahlende Kosten. Die Entscheidung über Zahlungen aus diesem Fonds wird entweder gefällt durch die unten näher beschriebene Independent Claims Facility (ICF), durch ein Gericht oder in Abstimmung mit BP.
– Sollte der Fonds nach Begleichung aller rechtmässigen Schadensersatzforderungen noch über Mittel verfügen, werden diese an BP zurückfliessen.
BP Chief Executive Tony Hayward sagte: "Wir haben uns von Anfang an zu unseren Verpflichtungen als einer der Verantwortlichen bekannt. Die jetzt getroffene Vereinbarung unterstreicht unsere Zusage, alles uns Mögliche zur Schadenbeseitigung tun. Der Präsident hat deutlich gemacht – und das sehen wir genauso – dass die Eindämmung der Ölverschmutzung, die Beseitigung der Schäden und die Minimierung der Folgen für die Anwohner der Golfküste mit absoluter Priorität angegangen werden müssen."
Die Einrichtung dieses Fonds ist nicht gleichbedeutend mit einer Deckelung der Haftung durch BP, vielmehr wird das Unternehmen alle rechtmäßigen Schadensersatzforderungen begleichen….
Als Konsequenz aus dieser Vereinbarung hat das BP Board entschieden, seine Dividendenpolitik neu auszurichten. Ungeachtet der Finanzkraft des Unternehmens und des Wertes seines Anlagenportfolios erfordern die gegenwärtigen Umstände eine sehr umsichtige Vorgehensweise. Das Board hat daher den Entschluss gefasst für das zweite und dritte Quartal 2010 keine Quartalsdividende auszuschütten.
Das BP Board sieht sich allerdings weiterhin der Dividendenzahlung verpflichtet und plant, diese in Zukunft wieder aufzunehmen sowie den Unternehmenswert für die Aktionäre langfristig zu Steigern…. Die ungekürzte englische Originalfassung finden Sie unter: http://www.bp.com.
Quelle: BP http://www.bp.com. 23.06.2010
Wegen Aschewolke – Oelpreis bricht ein
Der Oelpreis ist auch als Reaktion auf den gestoppten Luftverkehr über Europa eingebrochen.

Der Oelpreis fällt zusammen.
Am Montag fiel der Preis auf 80,91 US-Dollar für das Barrel (159 Liter), nachdem am Freitag zeitweise noch 84,74 US-Dollar gezahlt worden waren. Vor zwei Wochen hatte Oel mit mehr als 87 US-Dollar einen Höchststand erreicht.Oelhändler rechneten wegen der Flugunterbrechung mit einer fallenden Nachfrage nach Flugzeugbenzin. Darüber hinaus herrscht aber auch Unsicherheit darüber, ob der abrupte Stopp der Fliegerei noch weitergehende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben könnte. «Der Markt hat die Auswirkungen des Vulkans bisher unterschätzt», sagte der Händler Clarence Chu von Hudson Capital Energy in Singapur. Auch ein stärkerer Dollar drückte den Oelpreis.
Quelle: DDP; http://www.20min.ch. 20.04.2010
Echtzeit Karte der CO2 Emissionen
Die Internetseite
Breathing Earth
hat eine Echtzeitkarte erstellt, die die Emissionen von CO2 in Echtzeit darstellt.

Echtzeit Karte der CO2 Emissionen.
Darüberhinaus werden Geburten und Sterbefälle geographisch simuliert. Als Datengrundlage dieser Karte dienen die Werte aus dem World Factbook von 2002. Überraschendes zeigt die Karte leider nicht, da wie bekannt die grössten CO2 Produzenten die U.S.A., China und Westeuropa sind und somit den grössten Beitrag am anthropogenen Klimawandel haben. Die Darstellung als Karte ist dagegen sehr gelungen und jedem zu empfehlen.Quelle: http://geographie.wordpress.com. 12.04.2010
Dreimal höhere CO2-Abgabe ab 2010
Die CO2-Emissionen sind zwischen 2007 und 2008 nicht weiter gesunken. Darum verdreifacht der Bundesrat ab 2010 die CO2-Abgabe auf Brennstoff von 12 auf 36 Franken pro Tonne des Schadstoffs.

Die grössten CO2-Produzenten 2007.
Das entspricht 9 statt wie bisher 3 Rappen Abgabe pro Liter Heizöl, wie das UVEK am Donnerstag bekannt gab. Mit der Erhöhung stehen künftig jährlich bis zu 200 Millionen Franken für die Förderung von klimafreundlichen Gebäudesanierungen zur Verfügung, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Freitag mitteilte. Weitere 400 Millionen Franken werden ab 2012 an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückgegeben. Die Erhöhung wird laut BAFU vorgenommen, weil die CO2-Emissionen aus Brennstoffen zwischen 2007 und 2008 nicht weiter gesunken sind. Sie lagen letztes Jahr bei 88,8 Prozent des Wertes von 1990 und damit über der Schwelle von 86,5 Prozent, die das Parlament im März 2007 bei der Genehmigung der Abgabesätze festgelegt hatte.
Quelle: AP / SDA; www.20min.ch.
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